Trans*sprechstunde

Im Rahmen unserer gendersensiblen und traumapädagogischen Angebote bieten wir für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige bis 21 Jahren, die sich mit Fragen der eigenen Geschlechtszugehörigkeit beschäftigen, ein Beratungs- und Unterstützungs-angebot an.

In einem geschützten vertraulichen Rahmen findet eine peerbasierte Beratung, sowie eine Orientierungshilfe in das Netzwerk von Trans*unterstützungsleistungen statt. Angehörige können initiativ oder begleitend in die Beratung mit einbezogen werden. Die Trans*Sprechstunde steht auch Institutionen für eine fachliche Unterstützung zur Verfügung. 
Die Trans*Sprechstunde kann mittwochs von 17:00 -19:00 Uhr telefonisch oder vorort in den Räumen von PINK Beratung & Training in Anspruch genommen werden. 

Beratung von jungen Menschen zu Fragen der Geschlechtszugehörigkeit

Grundlage innerhalb der Beratung ist der Respekt vor der geschlechtlichen Selbstbeschreibung. Ratsuchende werden in der Wahrung ihrer Grenzen gestärkt und unterstützt, indem sich die Beratung ausschließlich an ihrem Bedarf orientiert.
Der Wunsch nach Veränderung von Erscheinung, Status und Körperlichkeit wird in den Zusammenhang gestellt, was im jeweiligen Fall individuell gebraucht wird, um eine Diskrepanz oder gar ein Leiden bezüglich der Wahrnehmung der eigenen geschlechtlichen Identität zu mildern und persönliche Ressourcen zu stärken.
Schritte und Wege, dieses Ziel durch Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen in einer prozesshaften Entwicklung zu erreichen, werden aufgezeigt.

Beratung von Angehörigen

„Familie kann stärken, Sicherheit und Unterstützung bieten, aber auch eine zusätzliche Belastung darstellen“ (S3-Leitlinie AWMF 138/001 der medizinischen Fachgesellschaften).
Angehörige erleben die Transition überwiegend auch als emotionalen Prozess, machen sich Sorgen, wissen nicht, wie sie sich zu den Transitionswünschen stellen sollen oder lehnen diese gar als Ausbrechen aus der „Normalität“ ab und benötigen deshalb ebenso Unterstützung. Die Bereitschaft, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, muss aufgegriffen werden, mit dem Ziel, diese wichtige Ressource für die Betroffenen konstruktiv nutzen zu können.

 

Beratung von Institutionen

Institutionen können bei Fragestellungen bzgl. Geschlechtszugehörigkeit und möglichen Weitervermittlungen beraten werden. „Ein Verständnis von Normalität, das Vielfalt als Bereicherung begreift“ (Globalrichtlinie Kinder- und Jugendarbeit J1/2016 FHH) und „eine pädagogische Haltung, die Transgeschlechtlichkeit als gleichwertigen und selbstbestimmten Lebensentwurf mitdenkt“ (Anregungen zum Umgang mit Transgeschlechtlichkeit in der pädagogischen Praxis von Ammo Recla 2013), ist Grundverständnis der Beratung. 

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